Zustandsorientierte Instandhaltung

Der Paradigmenwechsel von vorbeugender beziehungsweise schadensabhängiger Instandhaltung von Maschinen und Anlagen, hin zur zustandsorientierten Instandhaltung (ZIH), stellt die Industrie vor schwierige Aufgaben. Um im kostengetriebenem Wettbewerb bestehen zu können, ist dieser Schritt unerlässlich, da durch die zustandsorientierten Instandhaltung Maschinen effizienter genutzt, die Standzeiten erhöht und bislang unvorhergesehene Ausfälle vermieden werden können.

Condition-Monitoring

Die effektivste Form der zustandsorientierten Instandhaltung erfolgt auf Grundlage von online bzw. inline Condition-Monitoring (CM). Durch die permanente Erfassung des Maschinenzustands, basierend auf der Messung physikalischer Größen, kann steigendem ökonomischem, ökologischem und sicherheitstechnischem Druck begegnet werden.

Infrastruktur

Die dazu nötige technische Infrastruktur in Form leistungsfähiger Netzwerke, welche die nahtlose Integration zusätzlicher Sensorik ermöglichen, ist nicht zuletzt durch die Bestrebungen von Industrie 4.0 und Industrial Internet of Things im entstehen, bzw. bereits etabliert. Ebenso sind den Möglichkeiten zur Prozessmodellierung und Datenauswertung durch den hohen Entwicklungsstand der Algorithmen (z.B. Deep Learning) und der mittlerweile sehr günstig verfügbaren Rechenleistung praktisch keine Grenzen mehr gesetzt.

Sensorik

Der letzte erforderliche Schritt um der zustandsorientierten Instandhaltung zum Durchbruch zu verhelfen ist daher die Bereitstellung der nötigen Sensorik. Die Anforderungen an diese Sensoren sind jedoch bei CM sehr strikt, da höchste Messwertstabilität und Wartungsfreiheit eine Grundvoraussetzung darstellen.

Ölzustandsüberwachung (Oil Condition Monitoring)

Auf dem Gebiet der Ölzustandsüberwachung (OCM) bedeutet dies, dass der Sensor kleinste Änderungen aber auch die absoluten Werte der Fluidparameter genau bestimmen kann, jedoch durch Querempfindlichkeiten, Alterungseffekte und Verschmutzung wenig beeinträchtigt wird. Zur Detektion des Ölzustands ist die Viskosität der wichtigste physikalische Parameter, da dieser die Schmiereigenschaft bzw. den Fremdstoffeintrag wiederspiegelt. Die starke Temperaturabhängigkeit der Viskosität erfordert dabei eine exakte Temperierung (besser 0.1°C) des Messfluids.

Viscosity Density Cell von MICRORESONANT 

Das Messsystem vom Microresonant in Form der Viskositäts-Dichte Zelle (VDC OCM) verfügt über einen resonanten akustischen Sensor, welcher simultan Dichte und Viskosität mit hoher Genauigkeit bei exakt geregelter Temperatur messen kann. Das Strömungsprofil, welches vom eingesetzten Sensorelement erzeugt wird, dringt dabei tief in die Flüssigkeit ein, wodurch Effekte durch Oberflächenanhaftung von Fluidbestandteilen weniger störend wirken als dies bei häufig verwendeten Oberflächenwellensensoren (SAW) der Fall ist. Die Messzelle ist dabei kompakt ausgeführt und einfach in bestehende Anlagen integrierbar.

VDC